Einweihung Zukunftswald

Plantman Klassentreffen in Grossheubach

 

Am vergangenen Freitag trafen sich wichtige Plantman-Akteure des ablaufenden sowie des kommenden Jahres. Sponsoren, Partner und kommunale Flächenbesitzer gewannen einen Einblick in aktuelle Projekte und die Planungen für 2026 sowie darüber hinaus. Treffpunkt war passenderweise der „Zukunftswald“, der derzeit in Großheubach von Plantman umgesetzt wird. Entlang des Eselsweges werden künftig noch weitere Flächen in anliegenden Kommunen entstehen.

Plantman-Projekte sind stets die erfolgreiche Teamarbeit vieler Beteiligter. Das wurde nicht zuletzt beim größten Event der Initiative im Jahr 2025 deutlich. Der Einladung von Plantman-Gründer Karlheinz Hess waren die verschiedensten Akteure gerne gefolgt. Dazu zählten unter anderem die Sponsoren, die im laufenden Jahr Pflanzungen an verschiedenen Standorten der Region finanziert hatten: „Ohne diese engagierten Firmen, die Plantman unterstützen, geht es nicht“, erklärt Karlheinz Hess. „Um Waldflächen erfolgreich aufzuforsten, braucht es die nötigen finanziellen Mittel für die Ansaat, aber auch für die entsprechende Pflege. Daher bin ich sehr dankbar darum, dass wir in diesem Jahr neben vielen langjährigen Plantman-Unterstützern auch mehrere neue Sponsoren für unsere Projekte gewinnen konnten.“

 

Breite Unterstützung und erfolgreiches Miteinander

Einen besonders großen Beitrag leistet jetzt und auch in Zukunft die Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg, die beim Event in Großheubach von Peter Österlein vertreten wurde: „Wir sind gerne und aus Überzeugung seit den ersten Schritten von Plantman mit dabei. Nachhaltig etwas in der Region anstoßen und bewegen zu können passt extrem gut zur Sparkasse und ihren Mitarbeitenden. Daher freuen wir uns darüber wie erfolgreich Plantman wächst und mit immer breiterer Unterstützung immer weitere Projekte umsetzt.“ Neben der Sparkasse war eine zweistellige Anzahl von aktuellen Plantman-Sponsoren vor Ort.

Einen enorm wichtigen Entwicklungsschritt in 2025 stellte auch die Intensivierung der Kooperation von Plantman mit den Klimahelden Aschaffenburg dar. Das betont auch deren Vorständin Vanessa Weber: „Ich bin sehr froh darum, wie wir unsere Zusammenarbeit angegangen sind: Ganz ohne Berührungsängste oder Konkurrenzdenken, sondern mit vollem Fokus darauf, wie wir Hand in Hand Mehrwerte für unsere Region schaffen können. Genau das ist uns in den vergangenen Monaten an vielen Stellen gelungen. Und es wird noch einiges kommen.“

Auch in dieser Hinsicht war die Örtlichkeit in Großheubach passend gewählt. Denn dort entsteht eine von mehreren Flächen, die sich am sogenannten „Eselsweg“ befindet. Eine weitere liegt im kommunalen Wald von Röllbach. Der Eselsweg, der unter Wanderern sehr beliebt ist, setzt sich aber auch bis in den Aschaffenburger Raum fort, in dem dann wiederum die Zusammenarbeit von Klimahelden und Plantman Türen für weitere Flächen öffnen kann und soll.

 

Ein Zukunftswald, der den Namen verdient

Gestartet wurde das Projekt nun in Großheubach unter dem aussagekräftigen Prädikat „Zukunftswald“. Dahinter verbergen sich gleich mehrere Gedanken und Themen. Grundsätzlich ist die Anpflanzung und Pflege neuer Bäume natürlich im Wortsinn nachhaltig, im „Zukunftswald“ soll aber mehrere Schritte weiter gegangen werden. Zum einen durch die Auswahl klimaresistenter und vielfältig nutzbarer Baumarten, zum anderen im Zusammenspiel des Waldes mit Mensch, sprich Wanderern, sowie Tierwelt.

Entsprechend hören die Einzelflächen des Zukunftswaldes auf klangvolle Namen wie „Bienenhain“ oder „Eidechsenhain“, weil es dort insbesondere um eine gelingende Co-Existenz mit den bereits dort heimischen Tieren geht. Der sogenannte „Wandelhain“ dagegen trägt ganz besonders der fortschreitenden Klimakrise Rechnung, indem er ganz bewusst auf Baumarten setzt, die einerseits auch erschwerten klimatischen Bedingungen trotzen, andererseits zu einem späteren Zeitpunkt etwa auch als Bauholz verwendet werden können.

Dass verschiedenste „Haine“ den Zukunftswald bilden, ist im Übrigen kein Zufall, sondern ganz bewusst gewählt. Das erklärte Karlheinz Hess den Gästen vor Ort: „Haine, die man auch unter dem Begriff Lichtung kennt, sind echte Booster für mehr Wachstum und Produktivität im Wald. Denn Licht setzt Wachstumsanreize und belebt die Natur im Forst.“ Beispiel Bienenhain: Dort bestäuben Bienen die Blüten, wodurch mehr Samen, Zapfen und Pflanzen und letztlich Bäume entstehen. Gleichzeitig verarbeiten Ameisen Totholz und Laub zu Humus, „wenn man so will zu einem echten Wunderdünger der Natur“, so Hess.

Passend dazu soll übrigens bereits im Frühjahr 2026 der sogenannte Wachstumshain vorgestellt werden. Er soll zeigen, dass durch die richtige Auswahl von Standorten und Baumarten echtes und maximal nachhaltiges Wachstum möglich ist.

Im Fall des Zukunftswaldes in Großheubach ist der Gemeindewald der Nutznießer all dieser Maßnahmen, worüber sich Bürgermeister Gernot Winter freut: „Hinter dem Zukunftswald steckt ein gut durchdachtes und langfristig angelegtes Konzept. Dementsprechend sind wir froh, dass wir die dazu passenden Flächen freigeben konnten.“ Wie man es von anderen Plantman-Projekten bereits kennt, werden Waldbesucher anhand von Info-Tafeln nachverfolgen können, was in den verschiedenen Hainen für ihren Wald umgesetzt wurde. „Wer künftig durch den Zukunftswald wandert, kommt gar nicht umhin, sich über unsere Maßnahmen und eine nachhaltige Forstwirtschaft zu informieren. Auch diesen Impuls geben wir gerne“, so Gernot Winter. Ein Zukunftswald, der seinen Namen also wirklich verdient.

 

Mehr zu Plantman findet Ihr unter anderem hier:

Ein kurzes Video mit Impressionen vom Event gibt es unter anderem auf YouTube.